Palazzo Castiglioni, Art Nouveau Palast am Corso Venezia, Mailand, Italien
Das Palazzo Castiglioni ist ein Palast im Jugendstil, der sich durch eine rustikale Steinfassade, hohe schmale Fenster und aufwendige Schmiedeeisendekorationen auszeichnet. Das Gebäude mit seinen monumentalen Proportionen zeigt durchgehend handwerkliche Details, die typisch für die Kunstbewegung dieser Zeit sind.
Der Architekt Giuseppe Sommaruga entwarf den Palast zwischen 1901 und 1903 für den Unternehmer Ermenegildo Castiglioni als bewussten Bruch mit der traditionellen Mailänder Architektur. Das Gebäude markiert einen Wendepunkt in der Stadtentwicklung und zeigt die wachsende Akzeptanz moderner künstlerischer Ausdrucksformen in der italienischen Metropole.
Die Statuen an der Fassade zeigen Figuren, die gesellschaftliche Ideale verkörpern und spiegeln die künstlerischen Ambitionen der Epoche wider. Ihre Platzierung am Eingang machte sie zu einem zentralen Punkt des Gebäudes, um das sich viele Gespräche drehten.
Der Palast befindet sich an der Corso Venezia und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Das Gebäude wird heute von der Handelskammer genutzt und ist von außen gut sichtbar, obwohl der Zugang zum Inneren normalerweise beschränkt ist.
Das Gebäude erhielt von den Mailändern wegen der ursprünglichen Statuen an der Fassade einen lokalen Spitznamen, der sich bis heute in der Stadtgeschichte erhalten hat. Dieser Name zeigt, wie Menschen in der Stadt auf mutige Kunstentscheidungen reagierten und diese im Gedächtnis behielten.
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