Palazzo Bovara, Klassizistischer Palast am Corso Venezia, Mailand, Italien
Der Palazzo Bovara ist ein neoklassizistischer Palast in der Corso Venezia in Mailand und verfügt über dorische gerillte Säulen, ein Bogengitter an der Einfahrt und eine Fassade aus Sandstein auf einem Granitsockel. Das Gebäude beherbergt seit 1995 den Circolo del Commercio, der von der Mailänder Handelskammer gegründet wurde.
Der Palast war während der Cisalpinischen Republik Sitz der französischen Botschaft und gehörte dem Grafen Giovanni Bovara, einem Professor und Minister für Religionsangelegenheiten. Das Gebäude war somit eng mit der französischen Präsenz in Mailand während dieser historischen Periode verbunden.
Der Palast war im 19. Jahrhundert ein wichtiger Ort für gesellschaftliche Treffen in Mailand, wo sich Menschen in den Gärten mit alten Eichenbäumen und Wegen trafen. Diese Räume prägten das soziale Leben der Stadt und zogen viele Besucher an.
Das Gebäude ist heute als privater Veranstaltungsort zugänglich und es ist ratsam, vorher Informationen zu Öffnungszeiten einzuholen. Besucher sollten bedenken, dass das Anwesen zeitweise nicht der Öffentlichkeit zugänglich sein kann und sich daher vor einem Besuch informieren sollten.
Der französische Schriftsteller Stendhal wohnte 1800 im Palast und besuchte ihn mehrmals später wieder, wobei er seine Erfahrungen in Mailand in seinen Werken verarbeitete. Diese literarische Verbindung machte den Ort zu einem wichtigen Punkt in der Geschichte des französischen Kulturschaffens in der Stadt.
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