Isola San Giulio, Religiöse Insel im Ortasee, Italien.
Isola San Giulio ist eine kleine Insel im Ortasee in Norditalien, rund 275 Meter lang und 140 Meter breit, auf der eine romanische Basilika, ein Bischofspalast und ein Benediktinerkloster stehen. Die Gebäude aus hellem Stein schmiegen sich dicht aneinander und lassen kaum freie Flächen, so dass das ganze Eiland wie ein einziger Sakralbau wirkt.
Im Jahr 390 ließ sich der heilige Julius auf diesem damals unbewohnten Felsen nieder und errichtete die erste Kirche, womit die Insel zum Ausgangspunkt der Christianisierung der Region wurde. Über die Jahrhunderte hinweg wuchsen Basilika, Kloster und Palast, bis die Insel im Mittelalter als geistliches Zentrum galt.
Der Name erinnert an den heiligen Julius, der hier im 4. Jahrhundert eine Kirche gründete und dessen Grabstätte bis heute Pilger anzieht. Die Nonnen leben zurückgezogen hinter den Klostermauern, und wer den Weg der Meditation entlanggeht, begegnet einer Atmosphäre der Stille, die den Alltag fernhält.
Kleine Boote pendeln regelmäßig zwischen dem Festland und der Insel hin und her, die Überfahrt dauert nur wenige Minuten. Wer die Insel besuchen möchte, sollte bequeme Schuhe tragen, denn der Rundweg führt über Kopfsteinpflaster und schmale Stufen.
Entlang des schmalen Uferwegs stehen an mehreren Stellen steinerne Tafeln, auf denen kurze Texte zur inneren Einkehr in verschiedenen Sprachen zu lesen sind. Die Benediktinerinnen bitten Besucher, während des Rundgangs zu schweigen, damit alle zur Ruhe kommen können.
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