Palazzo Marino, Rathaus an der Piazza della Scala, Mailand, Italien
Palazzo Marino ist ein Verwaltungsgebäude aus der Renaissancezeit in der Nähe der Piazza della Scala in Mailand, das heute als Rathaus dient. Der zentrale Innenhof zeigt Statuen und verzierte Bögen, während die Innenräume mit Fresken, Stuckarbeiten und Reliefs geschmückt sind.
Ein genuesischer Kaufmann beauftragte den Architekten Galeazzo Alessi mit dem Entwurf im Jahr 1558, doch die Arbeiten endeten 1570, als der Architekt die Stadt verließ. Das Gebäude wurde später im 18. Jahrhundert vollendet und dient seit 1861 als Sitz der Stadtverwaltung.
Der Name stammt von Tommaso Marino, einem genuesischen Kaufmann, der das Gebäude als Privatwohnsitz errichten ließ, bevor es zur Verwaltungszentrale der Stadt wurde. Heute versammeln sich hier Stadträte in historischen Sälen, deren Wände mit Kunstwerken geschmückt sind, während im Innenhof oft öffentliche Veranstaltungen stattfinden.
Führungen durch ausgewählte Räume finden montags und donnerstags statt und sind kostenlos, müssen aber im Voraus gebucht werden. Der Zugang erfolgt über den Haupteingang an der Piazza della Scala, und die Besichtigung dauert normalerweise etwa eine Stunde.
Ursprünglich stieß der Bau auf Widerstand von Mailänder Bürgern, die das Projekt für übertrieben hielten, doch später wurde das Gebäude zu respektiertem öffentlichem Eigentum. Im Jahr 1781 ging der Palast in städtischen Besitz über und endete damit seine Zeit als privater Wohnsitz.
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