Galleria Vittorio Emanuele II, Architektonisches Ensemble der Neorenaissance im Duomo-Viertel, Mailand, Italien.
Die Galleria Vittorio Emanuele II ist eine historische Einkaufsgalerie im Herzen von Mailand, die den Domplatz mit dem Scala-Platz verbindet. Zwei kreuzförmige Passagen treffen sich unter einer achteckigen Glaskuppel, umgeben von vierstöckigen Gebäuden mit Arkaden, Balkonen und kunstvollen Fassaden im Stil der Renaissance.
Giuseppe Mengoni entwarf die Galerie ab 1861, und sie wurde 1867 eröffnet, um das neu vereinte Italien zu feiern. Die Konstruktion aus Eisen und Glas galt damals als technische Neuerung und sollte das moderne Bürgertum Mailands repräsentieren.
Der Mosaikstier der Stadt Turin im Mittelboden gilt als Glücksbringer, und Besucher drehen sich traditionell dreimal auf seiner Achse mit dem rechten Absatz. Diese Tradition hat über Generationen eine deutliche Vertiefung im Boden hinterlassen, die täglich von Reisenden aus aller Welt erneuert wird.
Der Zugang ist täglich kostenfrei möglich, und die Passagen sind durchgehend belebt, auch am späten Abend. Die glatten Marmorböden können bei Regen rutschig werden, besonders im zentralen Bereich unter der Kuppel.
Der Architekt Mengoni stürzte wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung vom Dachgerüst und verstarb, ohne sein vollendetes Werk eingeweiht zu sehen. Sein Sturz ereignete sich direkt unterhalb der Kuppel, die er selbst entworfen hatte, und die genauen Umstände blieben ungeklärt.
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