Kloster Matina, Abtei in San Marco Argentano, Italien.
Santa Maria della Matina ist ein Kloster in San Marco Argentano mit Bauteilen aus verschiedenen Zeiten, darunter ein gotisches Kapitelsaal und erhaltene Raume wie die Sprechstube und das Schreibzimmer. Die Anlage zeigt die typische Anordnung eines Benediktinerklosters mit Treppen und Verbindungsgangen zwischen den einzelnen Funktionsbereichen.
Das Kloster wurde 1065 von Robert Guiscard, Herzog von Apulien und Kalabrien, zusammen mit seiner Ehefrau Sichelgaita gegrundet und erhielt die Widmung durch den Erzbischof Arnulf von Cosenza. Ein Jahrhundert spater wechselte die Gemeinschaft 1221 vom Benediktinerorden zum Zisterzienserorden uber und unterlag dann der unmittelbaren Kontrolle der Kirche in Rom.
Das Kloster trägt den Namen der Heiligen Maria Matina und war über Jahrhunderte ein Ort intensiver Gebetsarbeit, in dem Mönche ihre Tage mit schweigenden Tätigkeiten verbrachten. Die erhaltenen Räume wie das Skriptorium zeigen noch heute, wie gelehrte Mönche hier abschrieben und Wissen bewahrten.
Das Kloster besteht aus mehreren erhaltenen Bauabschnitten, die man erkunden kann, wobei besonders die Sprechstube, das Schreibzimmer und die Treppen zu den oberen Ebenen sichtbar sind. Eine gute Orientierung ist wichtig, da die einzelnen Teile der Anlage uber Passagen miteinander verbunden sind und das Ganze wie ein verzweigtes Labyrinth wirkt.
Im Jahr 1092 besuchte Papst Urban II personlich das Kloster, was zeigt, wie wichtig es schon in seinen fruhen Jahren fur die Kirche war. Dieser Besuch markierte einen Wendepunkt in der Anerkennung der Anlage durch die hochste religiose Autoritat.
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