Priscillakatakombe, Frühchristliches Begräbnisnetzwerk an der Via Salaria, Rom, Italien
Die Katakombe der Priscilla ist ein frühchristliches Begräbnisnetz unter der Via Salaria im Norden Roms, das aus einem etwa 13 Kilometer langen System von Gängen und rund 40.000 Grabkammern besteht. Die Räume wurden direkt in den weichen Tuffstein geschnitten und liegen auf mehreren Ebenen übereinander, wobei sich schmale Korridore mit größeren Kapellen abwechseln.
Eine römische Adlige namens Priscilla stellte ihr Grundstück für Bestattungen zur Verfügung, und vom späten zweiten Jahrhundert bis ins vierte Jahrhundert hinein wurde die Anlage von christlichen Gemeinden genutzt. Sieben frühe Päpste fanden hier ihre letzte Ruhestätte, was den Ort zu einem wichtigen Bezugspunkt für die wachsende Kirche machte.
Die Griechische Kapelle zeigt Wandmalereien aus dem dritten Jahrhundert mit biblischen Szenen und gilt als eines der frühesten Beispiele christlicher Kunst in Rom. Besucher sehen hier auch Darstellungen aus dem Alten Testament neben Symbolen wie Fischen und Ankern, die damals den Glauben ausdrückten.
Besichtigungen sind nur im Rahmen geführter Touren möglich und dauern etwa eine halbe Stunde, wobei festes Schuhwerk wegen der unebenen Böden empfohlen wird. Die Temperatur unter der Erde bleibt das ganze Jahr über bei etwa 12 bis 14 Grad Celsius, daher sollten Besucher eine Jacke mitbringen.
Das Gewölbe wird manchmal als Königin der Katakomben bezeichnet, weil hier zahlreiche Märtyrer bestattet wurden und die Anlage aufgrund der kunstvollen Fresken und der hohen Zahl an frühen kirchlichen Würdenträgern besondere Bedeutung gewann. Manche der Grabinschriften enthalten griechische Buchstaben, was auf die internationale Zusammensetzung der frühen Gemeinde hinweist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.