Seceda, Berggipfel in Gröden, Italien
Secëda ist ein Berggipfel in den Dolomiten, oberhalb von Ortisei im Grödental in Südtirol, der zum Naturpark Puez-Geisler gehört. Der Gipfelbereich ist von Kalksteinfelsen und scharfen Graten geprägt, die sich über ein offenes Plateau mit Almwiesen erheben.
Die Wege rund um den Gipfel wurden ursprünglich von Hirten angelegt, die ihr Vieh im Sommer auf die Hochweiden trieben, eine Praxis, die über Jahrhunderte den Rhythmus des Lebens in diesen Bergen bestimmte. Mit dem Aufkommen des Tourismus im 20. Jahrhundert wurden die alten Pfade nach und nach zu Wanderwegen ausgebaut.
Der Name Secëda stammt aus dem Ladinischen, der alten Sprache dieser Täler, die heute noch von einem Teil der Bevölkerung gesprochen wird. Auf dem Weg zur Bergstation begegnet man Schildern und Ortsnamen in Ladinisch, Deutsch und Italienisch, was zeigt, wie lebendig diese Mehrsprachigkeit im Alltag ist.
Von Ortisei aus führen zwei aufeinanderfolgende Seilbahnen zur Bergstation, von der aus die Hauptwege zugänglich sind. Im Sommer empfiehlt es sich, früh aufzubrechen, da das Plateau oft schon am Vormittag belebt ist und das Wetter in den Nachmittagsstunden wechselhaft werden kann.
Die Fermeda-Türme, eine Reihe schmaler Felsnadeln entlang des Grates, wirken wie ein natürlicher Zaun aus Stein, der die Bergsilhouette von weitem erkennbar macht. Sie bestehen aus einem besonders harten Kalkstein, der der Erosion länger widersteht als das umliegende Gestein, weshalb sie heute noch so markant herausragen.
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