Cascina Linterno, Klosterscheune in Mailand, Italien
Cascina Linterno ist ein zweistöckiger Bauernhof mit einem geschlossenen Innenhof, der die typische lombardische Bauweise zeigt. Das Ensemble bewahrt noch immer ursprüngliche Bewässerungssysteme und natürliche Wasserquellen, die das tägliche Leben und die Landwirtschaft über Jahrhunderte prägten.
Der Hof entstand ursprünglich im 12. Jahrhundert als einfaches Getreidelager für die nahegelegenen Klöster. Im Laufe der Mittelalters entwickelte er sich zu einem wichtigen Versorgungszentrum, dessen Bedeutung in Dokumenten von 1154 erstmals festgehalten wurde.
Der Hof war über Jahrhunderte ein Ort, an dem Bauern und Mönche zusammenlebten und das Land bewirtschafteten. Die Gebäude spiegeln diese gemeinsame Geschichte wider, mit Räumen, die sowohl für landwirtschaftliche als auch für religiöse Zwecke genutzt wurden.
Das Gelände liegt an der Via Fratelli Zoja 194 und ist leicht über Straßenbahn oder Bus erreichbar. Das Areal mit seinen alten Brunnen und Kanälen ist begehbar, bietet aber begrenzte Innenbesichtigungen, daher ist ein Besuch am besten in warmen Monaten empfehlenswert.
Francesco Petrarca, einer der einflussreichsten Dichter seiner Zeit, wählte diesen Hof als Residenz und lebte hier zwischen 1353 und 1361. Von seinen vier dokumentierten Wohnplätzen in Mailand ist dies das einzige Gebäude, das bis heute erhalten geblieben ist.
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