Kathedrale von Matera, Basilika minor in Matera, Italien
Die Kathedrale von Matera thront auf dem höchsten Punkt des Stadtteils Civita und zeigt sich mit einem großen runden Fenster und einem Glockenturm, der sich über das alte Stadtbild erhebt. Im Inneren trennen Rundbögen das Mittelschiff von den Seitenschiffen, und man findet hölzerne Chorstühle aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sowie ein byzantinisches Fresko.
Der Bau begann im Jahr 1230 während der Herrschaft Kaiser Friedrichs II. von Schwaben, wobei der felsige Untergrund um mehrere Meter angehoben werden musste, damit die Kirche über den beiden Tälern der Sassi thronen konnte. Die Errichtung integrierte Teile einer früheren normannischen Burg und Spuren einer altchristlichen Kultstätte, die Ausgrabungen ans Licht brachten.
Die Kathedrale trägt den Namen des heiligen Matthäus und markiert seit Jahrhunderten die Mitte der Stadt, wo sich Einwohner bei religiösen Festen versammeln. Vor dem Hauptportal öffnet sich ein kleiner Platz, der als natürlicher Treffpunkt dient und wo man oft das Glockengeläut hört, das über die Sassi hinweg schallt.
Die Kirche liegt im oberen Teil der Altstadt und ist über steile Gassen zu erreichen, die vom Stadtzentrum aus bergauf führen. Frühe Morgenstunden eignen sich gut für einen Besuch, wenn weniger Gruppen unterwegs sind und das Licht durch die Fenster fällt.
Bei archäologischen Arbeiten entdeckten Fachleute unter dem heutigen Fußboden Reste eines normannischen Kastells und Überreste eines viel älteren christlichen Gebetsraums, die bis in die ersten Jahrhunderte zurückreichen. Diese Schichten zeigen, wie Menschen diesen Hügel über viele Epochen hinweg als heiligen Ort nutzten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.