Capua, Archäologische Stätte in Santa Maria Capua Vetere, Italien
Das antike Capua ist eine Ausgrabungsstätte in Santa Maria Capua Vetere, Kampanien, auf der die Überreste einer bedeutenden Stadt aus etruskischer und römischer Zeit zu sehen sind. Zu den erhaltenen Strukturen zählen ein großes Amphitheater, Tempel, öffentliche Bäder und weitläufige Grabstätten, die über mehrere Stadtteile verteilt sind.
Die Stadt wurde um 600 v. Chr. von den Etruskern gegründet und entwickelte sich zu einer der bevölkerungsreichsten Städte Italiens. Nach ihrer Niederlage gegen Rom im Jahr 211 v. Chr. verlor sie schrittweise an politischem Gewicht und wurde durch das benachbarte Capua, das heutige Capua, ersetzt.
Das Amphitheater war einst der größte Versammlungsort der Region und fasste ein Publikum, das dem des Kolosseums in Rom kaum nachstand. Noch heute kann man die unterirdischen Gänge besichtigen, durch die Gladiatoren und Tiere in die Arena geführt wurden.
Die Ruinen verteilen sich über mehrere voneinander entfernte Bereiche der modernen Stadt, daher empfiehlt es sich, vor dem Besuch einen Überblick über die verschiedenen Standorte zu verschaffen. Festes Schuhwerk ist ratsam, da der Boden auf vielen Abschnitten uneben ist.
Die Tabula Capuana, eine Tontafel mit etruskischen Inschriften, wurde hier gefunden und gilt als einer der längsten bekannten etruskischen Texte. Sie enthält religiöse Rituale und zeigt, dass Capua ein wichtiges Zentrum der etruskischen Schriftkultur war.
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