Acquedotto Nottolini, Neoklassizistisches Aquädukt zwischen Lucca und Capannori, Italien.
Das Aquädukt von Nottolini ist eine steinerne Struktur mit über 400 Bögen, die sich etwa 3 Kilometer durch die toskanische Landschaft erstreckt. Die erhöhte Wasserleitung verbindet die Quellen des Monte di Vorno mit Lucca und endet bei zwei Wasserbehältern, einem in Guamo und einem bei San Concordio.
Der Bau begann 1823 unter dem Architekten Lorenzo Nottolini und wurde erst 1851 unter Maria Luisa von Spanien abgeschlossen. Das lange Bauprojekt spiegelt die Herausforderungen wider, eine solch ausgedehnte Infrastruktur in Etappen zu errichten.
Die Struktur ist ein Werk des Ingenieurs Lorenzo Nottolini und wurde über Jahrzehnte hinweg aufgebaut, um Wasser in die Stadt zu bringen. Heute kann man beim Spaziergang entlang der Bögen sehen, wie diese technische Lösung das Zusammenleben der Menschen verändert hat.
Ein Wanderweg führt entlang der gesamten Länge des Aquädukts und bietet eine zugängliche Möglichkeit, das Bauwerk zu erkunden. Auch von oben kann man das Wasser sehen, aber die beste Sicht auf die Strukturen und die Bögen genießt man aus verschiedenen Blickwinkeln rund um die Anlage.
Das Aquädukt wurde mit Eisenleitungen ausgestattet, die speziell so ausgelegt waren, dass sie sich mit Temperaturänderungen ausdehnen und zusammenziehen konnten. Diese Lösung zeigt, wie Nottolini praktische Probleme des Materials bedachte, lange bevor moderne Ingenieure solche Details routinemäßig planten.
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