Basilica Pontificia di Santa Maria de Gulia, Basilica minor in Castellabate, Italien
Die Päpstliche Basilika Santa Maria de Gulia ist ein Gotteshaus auf einem Hügel in Castellabate. Die Steinfassade, die Rundbögen und der hohe Glockenturm fallen von den engen Gassen unten ins Auge, während sich im Inneren drei lange Abschnitte, geteilt durch Steinbögen, unter einer hölzernen Kassettendecke öffnen.
Das Gebäude begann als byzantinische Kapelle, bevor in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts eine romanische Kirche an derselben Stelle errichtet wurde. Sie wurde 1138 von Simeone, Abt von Cava, geweiht und später im Laufe der Zeit erweitert, wobei sie 1988 den Titel einer Basilica minor erhielt.
In der Rosenkranzkapelle auf dem Vorplatz bleibt die lokale Verehrung der Madonna durch das Altarbild und die Art und Weise, wie der kleine Raum gepflegt wird, sichtbar. Der Hauptboden mit seinen alten Fliesen, die menschliche Profile und Inschriften zeigen, vermittelt einen direkten Eindruck davon, wie Handwerker vor Jahrhunderten für die Pfarrgemeinde arbeiteten.
Man erreicht die Kirche durch eine Haupttür in der Via Don Matarazzo, und der Innenraum ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Ein Besuch bei Tageslicht ist gut, da der Raum den ganzen Tag über offen bleibt und man sich in seinem eigenen Tempo bewegen kann.
Der Hügel, auf dem die Kirche steht, sieht aus wie ein Adler mit dem Schnabel nach rechts, wenn man ihn vom Meer aus betrachtet, und der Name Gulia stammt von einem griechischen Wort, das Adler bedeutet. Ein nahe gelegener Aussichtspunkt namens Belvedere San Costabile ist mit einer lokalen Geschichte verbunden, dass Joachim Murat einst über die frische Luft sagte: "Hier stirbt man nicht."
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