Cementificio Marchino, Industriegebäude in Prato, Italien
Das Zementwerk Marchino ist eine Fabrikanlage auf dem südlichen Hang des Calvana-Bergs bei Prato. Hohe Schornsteine ragen aus der Struktur hervor und waren lange Zeit von der Ebene zwischen Prato und Florenz sichtbar.
Die Anlage wurde 1926 von der Marchino-Gesellschaft aus Casale Monferrato gegründet und produzierte bis 1956 Kalk und Zement. Die Rohstoffe stammten aus dem Mergel, der in der Calvana abgebaut wurde.
Die verlassene Anlage zieht heute Künstler und Schriftsteller an, die ihre Räume spontan in Galerien verwandeln. An den Wänden entstehen Gemälde und Texte, die der Zeit neue Bedeutung geben.
Der Ort ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da Sicherheitsrisiken bestehen. Das Gelände bleibt verschlossen, um Besucher vor strukturellen und geologischen Gefahren zu schützen.
Der Komplex wurde von Architekt Leone Poggi entworfen, wobei Attilio Muggia, ein italienischer Pionier der Stahlbetonberechnung, an der technischen Umsetzung mitwirkte. Diese Zusammenarbeit machte das Gebäude zu einem Beispiel früher Betonarchitektur in der Region.
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