Avigliana Castle, Mittelalterliche Burgruine in Avigliana, Italien
Die Burg Avigliana ist eine Ruine auf dem Gipfel des Monte Pezzulano auf 467 m Höhe, über der Stadt am Eingang des Susatals. Die Quellen beschreiben einen massiven Bau mit hohen Türmen; erhalten sind nur Mauerreste, mit Blick auf die Aviglianaseen, den Moränenhügel von Rivoli und die Sacra di San Michele.
Die Burg wurde 924 von Arduin, Markgraf von Turin, erbaut und sicherte den Ausgang des Susatals. Durch die Heirat von Otto I. und Adelheid von Susa um 1046 kam sie an das Haus Savoyen. Hier wurden Humbert III. 1136 und Amadeus VII. 1360 geboren. Französische Truppen unter Marschall Catinat zerstörten sie im Mai 1691 mit Minen; danach wurde sie nicht wieder aufgebaut.
Der Name Avigliana geht auf das lateinische Avilianum zurück, und die Burg begründete den mittelalterlichen Kern des Ortes, der sich entlang der Via Francigena am Fuß des Monte Pezzulano entwickelte. Die lokale Überlieferung bewahrt die Legende von einer Kiste mit französischem Sold, die im Wäldchen rechts des Eingangs vergraben sein soll, markiert durch einen Felsblock mit Pfeil.
Ein Fußweg führt vom Stadtzentrum zur Ruine, der Aufstieg ist moderat und dauert etwa 20 Minuten. Festes Schuhwerk ist ratsam, da der Weg uneben ist und steile Abschnitte hat.
Die Seen unterhalb sind Moränenseen, keine Vulkane: Sie entstanden hinter den Ablagerungen früherer Gletscher. Um die Ruine ranken sich zudem Legenden: Französische Soldaten sollen eine Kiste mit dem Sold der Offiziere im Wäldchen rechts des Eingangs vergraben haben, und ein großer Stein mit einem Pfeil soll die Richtung zum Schatz weisen.
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