Madonna di Campagna, Basilika minor in Verona, Italien.
Die Kirche Santa Maria della Pace, genannt Madonna di Campagna, hat einen runden Außenbau ohne Hauptfassade; drei Eingänge sind von einem Portikus mit toskanischen Säulen nach dem Vorbild römischer Tempel geschützt. Im Inneren ist der Grundriss überraschend achteckig, mit einem Presbyterium in griechischer Kreuzform und einer großen Kuppel aus acht Segmenten, die von einer Kupferhaut bedeckt ist. Eine kleinere Kuppel bedeckt das Presbyterium.
1517 ordnete die Republik Venedig den Abriss aller Gebäude im Umkreis einer Meile um die Stadtmauern von Verona an; eine kleine Mauer mit einem Fresko der Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Bartholomäus und Antonius Eremita aus dem späten 14. Jahrhundert überstand die Zerstörung und wurde Gegenstand der Verehrung. Bischof Agostino Lippomano beauftragte Michele Sanmicheli mit dem Entwurf einer Kirche zur Aufbewahrung des Bildes. Der Bau begann 1559, im Todesjahr Sanmichelis, und wurde 1589 vollendet; 1561 wurde das Fresko hinter dem Hochaltar angebracht. Die Kirche wurde 1633 und 1903 restauriert, 1931–1932 nach Plänen von Francesco Banterle erweitert und am 17. September 1932 neu geweiht.
Der Name „Madonna di Campagna“ verweist auf den ländlichen Ort, an dem ein Fresko der thronenden Madonna mit Kind zwischen den Heiligen Bartholomäus und Antonius Eremita aus dem 14. Jahrhundert die 1517 von der Republik Venedig befohlenen Abrisse überstand. Das Bild wurde zum Gegenstand der Andacht und 1561 hinter dem Hochaltar aufgestellt, wo es sich noch heute befindet.
Die Kirche hat keine Hauptfassade: Drei Eingänge unter einem Portikus mit toskanischen Säulen führen in den achteckigen Innenraum. Der Presbyterium liegt an der Ostachse, das verehrte Fresko hinter dem Hochaltar. Eine Wendeltreppe im Sakristeiturm führt zu den beiden Kuppeln hinauf.
Das Bauwerk besitzt zwei Kuppeln: eine große achteilige Kuppel über der Innenrommel und eine zweite über dem Altarraum, eine seltene Doppelkuppelkonstruktion. Diese duale Struktur erzeugt visuelle und räumliche Komplexität, die die typische Renaissance-Ordnung überraschend bricht.
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