Santa Marta, Barockkirche in Pisa, Italien.
Santa Marta ist eine Kirche in Pisa mit ockerfarben verputzter Fassade, zwei kräftigen Pilastern mit Kapitellen, die einen Dreiecksgiebel tragen, und einem Rechteckfenster über dem Portal, dessen Marmorprofile von Giuseppe Vaccà stammen. Der Innenraum ist ein einschiffiger Saal mit Tonnengewölbe und Seitenfenstern, mit Stuckgirlanden und Cherubsköpfen von Angelo Somazzi sowie vier Stucktafeln mit Geschichten des Neuen Testaments über geschnitzten Holzbeichtstühlen.
Kirche und das heute verschwundene Kloster wurden um 1342 vom Dominikaner Domenico Cavalca für die Büßerinnen gegründet, die vom Ponte della Spina hierher zogen. 1550 kaufte Cosimo de' Medici den Klostergarten, in dem bis 1595 der Giardino dei Semplici von Pisa untergebracht war. 1785 wurde das Kloster aufgehoben, und 1795 erhob Erzbischof Angiolo Franceschi Santa Marta zur Priorie.
Der Name Santa Marta stammt vom Kloster, das der Dominikaner Domenico Cavalca hier für die Büßerinnen gründete. Der von den Nonnen bestickte Baldachin für die Fronleichnamsprozessionen des 19. Jahrhunderts ist verloren, sein Verbleib unbekannt. Die Kapelle der Madonna delle Grazie wurde am 14. Januar 2012 nach Restaurierungsarbeiten wiedereröffnet, die die ursprünglichen Fresken freilegten.
Das Gebäude liegt im Stadtteil San Francesco an der gleichnamigen Straße und kann über die Via Garibaldi oder die Fortezza-Brücke erreicht werden. Der Zugang ist von mehreren Seiten möglich, was die Navigation im Viertel vereinfacht.
Ein Kreuzigungsgemälde mit Darstellungen der Leidensgeschichte aus der Pisaner Schule des 13. Jahrhunderts wird hier bewahrt und zeigt die lange künstlerische Verbindung der Stadt. Dieses Werk verbindet den Innenraum mit der früheren religiösen Kunsttradition Pisas.
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