Forte San Giuliano, Küstenfestung in Albaro, Genua, Italien
Forte San Giuliano ist ein 1826 begonnenes und 1836 fertiggestelltes Fort an der genuesischen Küste zwischen Punta Vagno und dem Vorgebirge San Giuliano. Es besteht aus zwei Kasernen: Die viergeschossige Nordkaserne an der heutigen Via Gobetti bewahrt die Eingangszugbrücke samt Antriebsmechanismen, die dreigeschossige Südkaserne lehnt sich an der Seeseite an die Kontreskarpenmauer. Ein Graben und eine zickzackförmige Kontreskarpenmauer umgeben die Anlage, und eine Kontreskarpengalerie mit Schießscharten verbindet die Kasernen unterirdisch.
Der Bau des Forte San Giuliano begann 1826 auf einem Grundstück neben der Villa Sopranis, die in den Umfang einbezogen wurde, und endete 1836; es schloss die östliche Verteidigungslinie von S. Martino, S. Tecla, Richelieu, Quezzi und Ratti. 1849 besetzten Aufständische das Fort, bevor savoyische Truppen es zurückeroberten. 1889 kam eine Küstenbatterie mit sechs Haubitzen 28 GRC hinzu, und ab 1943 nutzten Wehrmacht und RSI-Armee das Fort als Gefängnis für Antifaschisten und Partisanen.
Das Fort ist nach der nahen Abtei San Giuliano benannt, nicht nach einem Schutzpatron. Sein unterer Gang, der Scarpa-Tunnel, verband die beiden Kasernen und erschloss gewölbte Räume, die als Pulvermagazine und Munitionslager dienten. Die zickzackförmige Kontreskarpenmauer und der Graben an drei Seiten sind noch um die Anlage zu erkennen.
Seit dem 13. Mai 1995 ist das Fort Sitz des Provinzkommandos der Carabinieri von Genua; die Anlage ist daher nur selten und nur bei bestimmten Gelegenheiten zu besichtigen. Vom Corso Italia sind noch die Stümpfe der Gegenmauergalerie zu sehen, die beim Straßenbau 1913 durchtrennt wurde, und zwei Tobruk-Stände ragen am Zugangsweg aus dem Hang.
Zwei Tobruk-Stellungen aus dem Zweiten Weltkrieg ragen noch heute aus dem Hang über dem Corso Italia, nahe der Zufahrt zum Fort. Nach dem 8. September 1943 nutzten Wehrmacht und RSI-Armee das Fort als Gefängnis für Antifaschisten und Partisanen; am 3. März 1944 wurde Giacomo Buranello, Kommandant der Genueser GAP, dort nach 24 Stunden Folter im Morgengrauen erschossen.
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