Volterra Psychiatric Hospital, ehemaliges Krankenhaus in Italien
Das Ospedale Psichiatrico di Volterra ist eine ehemalige psychiatrische Klinik in der Toskana, Italien, die aus mehreren großen Steingebäuden mit hohen Fenstern und langen Fluren besteht. Das Gelände erstreckt sich über einen weiten Bereich mit Innenhöfen, Werkstätten und Gartenanlagen, die einst zur Selbstversorgung der Einrichtung dienten.
Die Klinik öffnete 1888 in einem ehemaligen Armenhaus eines Klosters und wuchs unter Leitung von Luigi Scabia zu einer selbstversorgenden Einrichtung mit Werkstätten und Geschäften heran. 1978 wurde das Gebäude im Zuge der landesweiten Schließung psychiatrischer Anstalten aufgegeben.
Der Name Ospedale Psichiatrico di Volterra erinnert an eine Zeit, als psychiatrische Einrichtungen wie kleine Dörfer funktionierten und Patienten in Werkstätten und Gärten arbeiteten. Heute sehen Besucher noch die Höfe, in denen Menschen einst täglich an der frischen Luft waren, und spüren die Stille dieser verlassenen Mauern.
Das Gelände ist nicht offiziell zugänglich, aber einige lokale Gruppen organisieren geführte Touren für Interessierte, die mehr über die Geschichte und die Wandgravuren erfahren möchten. Die verfallenen Strukturen sind gefährlich, daher sollten Besucher sich nur in Begleitung erfahrener Führer bewegen.
Ein Patient namens Oreste Fernando Nannetti verbrachte Jahre damit, mit einer Gürtelschnalle Texte und Bilder in die Hofmauern zu ritzen, und schuf so ein langes Kunstwerk voller Geschichten. Seine Gravuren, bekannt als N.O.F.4, sind noch heute sichtbar und berichten von seinen Gedanken während der Haft.
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