Monastero delle Murate, Benediktinerkloster in der Via Ghibellina in Florenz, Italien
Das Monastero delle Murate ist ein ehemaliges Benediktinerkloster an der Via Ghibellina in Florenz. Es nimmt ein Viereck zwischen Via Ghibellina, Via dell'Agnolo und Viale della Giovine Italia ein und umfasst etwa 14.500 m². Den Kern bildet ein im 15. Jahrhundert zwischen 1439 und 1443 errichteter Bau um einen großen zentralen Kreuzgang, der an drei Seiten von Gebäuden und an der Via Ghibellina von der Kirche geschlossen wird. Zur Anlage gehören zudem zwei Plätze, die Piazza delle Murate und die Piazza della Madonna della Neve, eine Straße, ein großer Parkplatzhof und die Cappella della Madonna della Neve.
1424 verlegte der Benediktinerabt Gomezio die Klausnerinnen vom Ponte Rubaconte in ein Haus an der Via Ghibellina und führte die Benediktinerregel sowie das schwarze Habit ein. Zwischen 1439 und 1443 entstand unter Giovanni di Amerigo Benci ein neues Kloster, das Lorenzo de' Medici nach einem Brand 1471 wiederherstellen ließ. Von 1883 bis 1985 diente die Anlage als Männergefängnis von Florenz.
Der Name des Klosters, "Le Murate", erinnert an eine ungewöhnliche Praxis: Die Schwestern lebten einst in Zellen, die in die Pfeiler einer Brücke eingemauert waren. Dieser Ursprung ist dem Ort bis heute eingeschrieben, auch wenn die Gebäude selbst längst anderen Zwecken dienen.
Das Gebäude ist heute in Apartments, Restaurants und Veranstaltungsräume umgewandelt, sodass man es tagsüber betreten kann, ohne ein Ticket zu benötigen. Einige Bereiche sind privat und daher nicht zugänglich, aber die Innenhöfe sind in der Regel öffentlich einsehbar.
Bevor die Schwestern 1424 in ihr heutiges Gebäude einzogen, lebten sie buchstäblich in Zellen, die in die Pfeiler der Ponte alle Grazie eingebaut waren. Diese Art des Lebens mitten auf einer Brücke über den Arno ist das, was ihnen den Namen einbrachte, der bis heute erhalten geblieben ist.
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