Murate, Architekturensemble in Santa Croce, Florenz, Italien
Die Murate ist ein Gebäudeensemble im Florentiner Stadtviertel Santa Croce, das mehrere miteinander verbundene Strukturen mit Innenhöfen umfasst. Die Fassaden zeigen typische Steinmauern und hohe Bogenfenster, während im Inneren die ursprüngliche Zellenarchitektur mit schmalen Fluren erhalten geblieben ist.
Das Gebäude entstand im 14. Jahrhundert als Kloster und wurde 1880 zu einem Männergefängnis umgewandelt. Im Zweiten Weltkrieg inhaftierte man hier politische Gefangene, bevor die Anlage 1985 geschlossen wurde.
Der Komplex diente bis 1985 als Gefängnis und beherbergt heute Künstlerateliers und Ausstellungsräume, die von Besuchern an Wochentagnachmittagen zugänglich sind. Viele der ehemaligen Zellen wurden zu Arbeitsräumen umfunktioniert, wobei die ursprüngliche Raumaufteilung sichtbar bleibt.
Der Zugang erfolgt an Wochentagen nachmittags, wobei die meisten Ausstellungen im Innenhof und in den unteren Etagen liegen. Besucher können den Komplex ohne Führung erkunden, sollten aber für Atelierbesuche vorher nachfragen.
Mehrere der früheren Gefängniszellen wurden in Soundinstallationen verwandelt, die mit Audioaufnahmen aus der Zeit als Haftanstalt arbeiten. Diese akustischen Werke ermöglichen es Besuchern, den früheren Alltag hinter den Mauern nachzuvollziehen.
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