Fortified city of Bergamo, Verteidigungsmauern in der Città Alta, Bergamo, Italien
Die venezianischen Mauern von Bergamo umlaufen die Oberstadt auf 6.200 Metern; sie wurden 1561 bis 1588 mit 14 Bastionen, zwei Pulvermagazinen und vier Toren errichtet: Sant'Agostino, San Giacomo, Sant'Alessandro und San Lorenzo, auch Porta Garibaldi genannt. Von den 32 Schilderhäuschen ist nur eines erhalten. Die Mauer besteht aus grob behauenen Steinblöcken in sichtbaren Lagen, mit flacher Krone und einem tief in das Mauerwerk eingelassenen Rundbogentor.
Venedig begann die Mauern am 31. Juli 1561, als Sforza Pallavicino mit den Ingenieuren Gerolamo Martinengo, Agostino Clusone und Giulio Savergnano eintraf. Etwa 250 Gebäude wurden abgerissen, darunter die Kirche Sant'Alessandro; 1621 wurde zur Markierung eine Granitsäule neben dem Tor aufgestellt. Die Arbeiten, ab 1585 von Giulio Savorgnan geleitet, endeten 1588 mit Kosten von einer Million Dukaten.
Die Mauern prägen das Aussehen des historischen Viertels und sind eng mit der Identität der Stadt verbunden. Besucher sehen überall in der Altstadt die massiven Steinstrukturen, die das alltägliche Leben über Jahrhunderte hinweg bestimmt haben.
Man kann die gesamte Umfassungslinie auf dafür vorgesehenen Wegen begehen und dabei sowohl Blicke ins Po-Tal als auch zu den Alpen genießen. Die Pfade sind durchgehend öffentlich zugänglich und ermöglichen es, die Anlage in vollem Umfang zu erkunden.
Der Bau verschlang rund 250 Gebäude am Rand der Oberstadt, und in der Nacht vom 1. August 1561 wurden weitere 80 abgerissen, darunter das Dominikanerkloster Santo Stefano und 24 Kirchen. Auch die Kirche Sant'Alessandro, der erste christliche Tempel der Stadt, fiel; eine 1621 beim gleichnamigen Tor aufgestellte Granitsäule markiert ihren Standort.
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