Casina delle Civette, Jugendstil-Hausmuseum in der Villa Torlonia, Rom, Italien
Die Casina delle Civette ist eine ehemalige Torlonia-Residenz in der Villa Torlonia in Rom, heute ein Museum. Ihr vielfältiges Mauerwerk verbindet rauen braunen Backstein, rustizierten Stein und hellrosa Putz. Ein hoher, sich verjüngender Backsteinturm mit kreisförmiger Öffnung erhebt sich hinter einem zweigeschossigen rosa Eckbau mit grünen Ziegeln; ein verzierter Holzbalkon springt aus der Backsteinmauer, und ein steiles Schindeldach mit einer kleinen grün gedeckten Laterne sitzt auf einem steinernen Sockel mit kleinen Bogenfenstern.
Giuseppe Jappelli entwarf das Gebäude 1840 für Alessandro Torlonia als rustikalen Bau mit Tuffverkleidung und Innenräumen, die Felsen und Holzbretter nachahmten. 1908 ließ Giovanni Torlonia junior es von Enrico Gennari in ein „mittelalterliches Dorf“ umwandeln, wobei Fenster, Loggien, Portiken und mit Majolika verzierte Türmchen hinzugefügt wurden. Vincenzo Fasolo fügte 1917 Jugendstilelemente hinzu, darunter glasierte Terrakottadachziegel. Nach Kriegsschäden und einem Brand 1991 gab eine Restaurierung von 1992 bis 1997 dem Haus sein heutiges Aussehen.
Das Eulenmotiv, dem das Haus seinen Namen verdankt, kam 1916 mit zwei Glasfenstern mit stilisierten Eulen zwischen Efeu nach Entwürfen von Duilio Cambellotti; danach breiteten sich Eulendekorationen in den Räumen aus. Weitere Fenster entstanden nach Zeichnungen von Umberto Bottazzi, Paolo Paschetto und Vittorio Grassi, mit Schwänen, Pfauen oder Schmetterlingen.
Das Museum nutzt das Erdgeschoss und das Obergeschoss der Casina, die über eine Holztreppe vom Eingangssaal erreichbar sind; am Türsturz steht „Sapienza e Solitudine“. Die Restaurierung von 1992 bis 1997 folgte auf Kriegsschäden und den Brand von 1991: Einige Keramiken und Boiserien gingen verloren, Holzvertäfelungen sind nur noch im Speisezimmer erhalten. Das Gebäude liegt im Park der Villa Torlonia, dessen Zugang an der Via Nomentana liegt.
Der Name des Hauses stammt von Eule-Motiven in den Glasfenstern, besonders von zwei stilisierten Eulen, die in Efeu eingebettet sind. Dieses Motiv war nicht nur dekorativ, sondern spiegelte auch die künstlerischen Vorlieben der Familie wider, die das Haus bewohnte.
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