Ospedale Carlo Forlanini, Krankenhaus
Das ospedale Carlo Forlanini ist ein großes Krankenhausakomplex in Rom, der 1934 eröffnet wurde und sich über ein ausgedehntes Gelände mit vielen Flügeln, Laboren, Operationsbereichen und Rehabilitationsräumen erstreckt. Die Gebäude sind hufeisenförmig angeordnet, was eine optimale Belüftung und Sonneneinstrahlung in jeden Patientenzimmer ermöglichte, wobei breite Gehwegen die verschiedenen Abteilungen verbanden.
Das Krankenhaus entstand in den frühen 1930er Jahren und wurde nach Carlo Forlanini benannt, einem Arzt, der eine Methode zur Behandlung von Lungenproblemen entwickelt hatte. Während seiner Betriebszeit wurde es zum größten Zentrum zur Behandlung von Lungenerkrankungen in Europa und spielte eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der Tuberkulose bis Antibiotika wie Penicillin die Behandlungsergebnisse revolutionierten und das Krankenhaus seine Funktion im Laufe der Zeit veränderte.
Das Krankenhaus war mehr als nur eine medizinische Einrichtung - es fungierte als kleine Stadt innerhalb Roms mit Theatern, Kinos und Lesesälen, wo Patienten während ihrer Genesung Trost finden konnten. Diese Räume spiegeln wider, wie die Gesellschaft der 1930er Jahre Heilung als ganzheitlichen Prozess verstand, der über reine medizinische Behandlung hinausging.
Das Gebäude ist seit 2015 geschlossen und steht größtenteils leer, wobei viele Räume ohne Wasser oder Strom sind und Zutritt schwierig ist. Bei Besuchen ist Vorsicht geboten, da die Struktur in Verfall ist und man die Licht eines Mobiltelefons benötigt, um sich in den dunklen Räumen zu orientieren.
Das Krankenhaus wurde 1934 vom italienischen Diktator Benito Mussolini eröffnet und zwei Jahre später besuchten König Viktor Emanuel III. und Königin Elena das Gebäude, was seine nationale Bedeutung unterstreicht. Fotografen wie Guido Gazzilli dokumentierten den Verfall der Struktur nach ihrer Schließung und zeigen, wie die Natur langsam Raum und Stahl zurückfordert.
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