Palazzo Pompei, Renaissancepalast in Verona, Italien.
Palazzo Pompei ist ein Renaissancepalast im Herzen von Verona, entworfen mit einer klar gegliederten Fassade aus Rustikaquadern im Erdgeschoss und acht kannelierten Säulen im Obergeschoss. Die sieben großen Fenster darüber folgen einem strengen Rhythmus, der dem Gebäude sein ruhiges, gleichmäßiges Gesicht gibt.
Der Palast wurde zwischen 1530 und 1550 vom Renaissancearchitekten Michele Sanmicheli für die Familie Lavezola errichtet. Im Jahr 1579 kaufte die Familie Pompei das Gebäude und gab ihm den Namen, den es bis heute trägt.
Der Palast trägt den Namen der Familie Pompei, die ihn 1579 kaufte und über zwei Jahrhunderte behielt. Alessandro Pompei, Kenner der veronesischen neoklassizistischen Architektur, stellte zwei große Tafeln mit klassifizierten Steinen und Marmoren aus der Umgebung Veronas zusammen, die später verloren gingen. 1833 schenkte die Familie das Gebäude der Stadt; ihre Kunstsammlung mit einem Gemälde Albrecht Dürers kam nach Castelvecchio.
Der Palast liegt im Stadtzentrum von Verona und ist zu Fuss gut erreichbar. Wer das Innere besichtigen möchte, sollte vorab prüfen, ob es zu Veranstaltungen oder Ausstellungen zugänglich ist, da es sich nicht immer um einen frei zugänglichen Ort handelt.
Die Fassade des Palazzo Pompei diente Gottfried Semper als Vorbild für die Dresdner Gemäldegalerie (1847–1855) und für die beiden symmetrischen Flügel der Wiener Museen. 1754 errichtete Karl Ludwig Hildebrandt in Potsdam nach diesem Vorbild aus Verona ein gleichnamiges Palais; es wurde 1945 zerstört und 2016 unter Verwendung von drei erhaltenen originalen Maskaronen wiederaufgebaut.
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