Porta Vittoria, Stadttor in Verona, Italien
Porta Vittoria ist das neoklassizistische Tor von 1838, das etwas östlich des mittelalterlichen Durchgangs in der Scaliger-Mauer von Verona am linken Ufer der Etsch liegt. Es hat einen einzigen Rundbogen, flankiert von paarigen dorischen Pilastern aus glatten Werksteinblöcken, und besaß ursprünglich eine Zugbrücke; die Verteidigung übernahm ein kasemattierter Bau außerhalb.
Das ursprungliche Tor wurde zwischen 1287 und 1289 unter Alberto della Scala erbaut und war Teil des mittelalterlichen Verteidigungssystems der Stadt. Eine erhebliche Rekonstruktion fand 1838 statt, bei der die Struktur leicht ostlich ihrer ursprunglichen Position versetzt wurde.
Der Name des Tors stammt von der nahen Kirche Santa Maria della Vittoria, die Cangrande II. nach der Vereitelung einer von seinem Bruder Fregnano angeführten Verschwörung errichten ließ. Das mittelalterliche Tor hieß früher Porta di Campo Marzio oder Porta Pellegrina. 1838 wurde das mittelalterliche Tor geschlossen und ein neues neoklassizistisches Tor etwas weiter östlich geöffnet.
Das Tor ist leicht zu erreichen und bietet einen klaren Durchgang durch die Stadtmauern fur Besucher, die die Innenstadt erkunden mochten. Die Lage direkt am Fluss macht es einfach, es von den umliegenden Strassen und Brucken aus zu finden.
Das Tor von 1838 hatte eine rein zivile Funktion: Es führte zum neuen Monumentalfriedhof, während die Verteidigung einer kasemattierten Anlage außerhalb oblag. 1907 wurde eine Bresche in die Mauer geschlagen und der mittelalterliche Turm samt Tor abgebrochen; das Tor des 19. Jahrhunderts und der Mauerabschnitt Richtung Bastion Campo Marzo blieben jedoch erhalten.
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