Palazzo dei Vescovi, Mittelalterlicher Bischofspalast in Pistoia, Italien
Der Palazzo dei Vescovi steht an der Piazza del Duomo neben der Kathedrale San Zeno. Im 11. Jahrhundert entstand er als befestigte Residenz mit Zinnen, später kamen zwei- und dreiteilige Fenster und ein großer Saal mit Fresken hinzu. Seine offene Treppe an der Nordwand, 1220 belegt, ruht auf einem flachen Bogen aus Ziegeln und gehört zu den ältesten der italienischen Profanarchitektur. Heute dient er als Museumsanlage.
Der Palast ist ab 1091 als befestigte, mit Zinnen versehene Residenz bezeugt, die nach Streitigkeiten zwischen dem Domkapitel und dem Bischof entstand. Zwischen der Mitte des 12. und dem frühen 13. Jahrhundert wurde er umgebaut und 1786 an Privatleute verkauft. Ab 1976 erwarb die Cassa di Risparmio di Pistoia den gesamten Besitz und restaurierte ihn bis 1980.
Der Palazzo war Sitz der Bischöfe und ist bis heute ein wichtiger Ort im Herzen der Stadt. Man kann hier religiöse Kunstwerke und alte Kapellenräume sehen, die zeigen, wie die Kirche früher lebte und arbeitete.
Der Palast befindet sich direkt neben dem Dom und ist leicht zu Fuß zu erreichen, besonders wenn man die Altstadt erkundet. Im Inneren können Besucher verschiedene Räume und ein kleines Museum besuchen, wobei geführte Touren manchmal verfügbar sind.
Eine alte Sakristei im Palast ist mit einer Geschichte verknüpft, die Dante Alighieri in seiner Göttlichen Komödie erwähnte. Die Geschichte betrifft einen Diebstahl und zeigt, wie lokale Ereignisse in großen Werken der Literatur Eingang fanden.
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