Palazzo Farnese, Renaissancepalast in Ortona, Italien.
Der Palazzo Farnese ist ein rechteckiger Renaissancepalast am östlichen Belvedere von Ortona, an der Grenze des alten Viertels Terra Vecchia zu Terra Nova. Seine Fassade zur Promenade Orientale zeigt wechselnde Eckbänder aus glattem Bossenwerk, und Gesimsbänder teilen ihn in drei Zonen mit regelmäßigen Fenstern und halbrunden Giebeln. Er misst 49,70 Meter pro Seite, mit elf Fenstern je Seite, 4 Meter hoch und 2,20 breit.
Margherita d'Austria beauftragte Giacomo della Porta mit dem Palast; der Grundstein wurde am 12. März 1584 mit dem Segen von Bischof Giandomenico Rebiba gelegt. Nach Margheritas Tod 1586 ruhten die Arbeiten; 1619 entschied Ranuccio I. Farnese, den Bau nicht fertigzustellen. Vom 17. bis 18. Jahrhundert war er Sitz des Superintendenten der Farnese-Güter in den Abruzzen.
Der Palazzo beherbergt heute das Museum für zeitgenössische Kunst und die Cascella-Galerie, wo Werke italienischer Künstler wie Basilio und Tommaso zu sehen sind. Die Räume zeigen, wie der Ort sich in ein Zentrum für lokale künstlerische Schöpfung verwandelt hat.
Der Palast beherbergt eine Bücherei, Kunstausstellungen und historische Sammlungen, die während der regulären Öffnungszeiten unter der Woche zugänglich sind. Besucher sollten ihre Besuch im Voraus planen, um die verschiedenen Bereiche vollständig erkunden zu können.
Bei der Grundsteinlegung am 12. März 1584 ließ Margarethe von Österreich unter jeder Ecke des Palastes drei eigens geprägte Bronzemedaillen niederlegen. Als 1882 beim Bau der Via Umberto I die Nordostecke einstürzte, kamen die Medaillen wieder zum Vorschein: eine ging an den österreichischen Kaiser, die anderen an die Familien Cespa und Bonanni. Keine ist heute mehr nachweisbar.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.655 Mitwirkenden weltweit.