Porto Flavia, Bergbauhafen Museum in Iglesias, Italien
Porto Flavia ist eine in Felsen gehauene Verladestelle für Mineralien an der Küste von Iglesias in der Provinz Süd-Sardinien. Die Anlage besteht aus zwei übereinander liegenden Gängen, die durch den Berg führen und an einer senkrechten Kalksteinwand über dem Wasser enden.
Die Anlage entstand 1924 nach Plänen des Ingenieurs Cesare Vecelli, um Zink und Blei aus umliegenden Bergwerken direkt auf Frachtschiffe zu verladen. Der Betrieb endete in den 1960er Jahren, als die Nachfrage nach sardischen Erzen zurückging und der Abbau eingestellt wurde.
Der Name bezieht sich auf Flavia Vecelli, die Tochter des entwerfenden Ingenieurs, dessen Idee den Transport von Erz vollständig veränderte. Arbeiter aus mehreren Regionen Italiens trafen sich hier und brachten ihre eigenen Traditionen mit, die noch heute in den nahegelegenen Dörfern sichtbar sind.
Geführte Besuche folgen einem festen Rundgang durch beide Etagen und dauern etwa eine Stunde, wobei Gruppen in mehreren Sprachen empfangen werden. Die Temperatur im Inneren bleibt das ganze Jahr kühl, daher empfiehlt sich eine leichte Jacke auch im Sommer.
Die mechanischen Arme, die das Erz auf wartende Schiffe luden, wurden von einem Fördersystem angetrieben, das ohne externe Stromquelle funktionierte. Ein kleiner Unterstand an der Außenseite diente als Aussichtsposten, von dem aus der Ladevorgang überwacht werden konnte.
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