Palazzo Giacomo Lomellini, UNESCO-Welterbepalast in Genua, Italien
Palazzo Giacomo Lomellini steht an der Largo Zecca 2 und verbindet zwei Wohngebäude mit symmetrischem Design und einem dreifach gewölbten Innenhof, der zu einem früheren Brunnenheiligtum führt. Das Erdgeschoss öffnet sich zu diesem zentralen Hof, während die Fassaden die klassischen Proportionen der Genoer Palastarchitektur widerspiegeln.
Der Bau entstand zwischen 1619 und 1623 unter der Auftragsvergabe von Giacomo Lomellini, der die Republik von 1625 bis 1627 als Doge anführte. Das Gebäude entstand in einer Zeit, in der Genua seine Macht und seinen Wohlstand durch Handel und Diplomatie festigte.
Die Innenwände zeigen Fresken von Domenico Fiasella, die Szenen aus der Geschichte der Esther darstellen und politische Herausforderungen widerspiegeln, mit denen die Dogen konfrontiert waren. Diese künstlerischen Darstellungen erzählen von Machtkämpfen und außenpolitischen Spannungen, die die Republik geprägt haben.
Das Gebäude beherbergt seit 1945 den Sitz des italienischen Heeres und ist daher nicht öffentlich zugänglich. Besucher können die Fassade und den äußeren Charakter des Palazzo von der Largo Zecca aus betrachten, um seine architektonischen Merkmale zu würdigen.
Im Jahr 1927 wurde eine Ecke des Palazzo entfernt, um die Straße zwischen Largo della Zecca und Piazza della Nunziata zu verbreitern. Diese Veränderung zeigt, wie moderne Stadtplanung auch historische Strukturen neu formte.
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