Porta Saragozza, Mittelalterliches Stadttor in Bologna, Italien
Porta Saragozza ist ein mittelalterliches Stadttor im Südwesten von Bologna, bestehend aus zwei zylindrischen Türmen, die durch einen zinnenbesetzten Bogen miteinander verbunden sind. Das Tor öffnet sich zu einer Piazza hin, von der aus ein langer, überdachter Portikus in Richtung der Hügel beginnt.
Das Tor wurde im 13. Jahrhundert als Teil der vierten Stadtmauer Bolognas errichtet und 1334 mit einem Zugbrücke über einen Schutzgraben verstärkt. Im Jahr 1859 gestaltete der Architekt Giuseppe Mengoni das Bauwerk grundlegend um und gab ihm das burgartige Aussehen, das es heute hat.
Porta Saragozza war jahrhundertelang der Ausgangspunkt der Portico-Galerie, die zur Wallfahrtskirche Madonna di San Luca auf den umliegenden Hügeln führt. Wer den Bogen durchquert, setzt buchstäblich den ersten Schritt auf einem der längsten überdachten Gehwege der Welt.
Das Tor liegt im Südwesten der Altstadt und ist leicht zu Fuß vom Stadtzentrum aus erreichbar. Die Piazza davor bietet eine offene Sicht auf das Bauwerk und ist ein guter Ausgangspunkt für den Spaziergang entlang des Portikus in Richtung Hügel.
Mengoni, der Architekt der Restaurierung von 1859, ist heute vor allem als Entwerfer der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand bekannt, einem der berühmtesten Einkaufspassagen Europas. Porta Saragozza entstand also aus den Händen desselben Mannes, kurz bevor er sein bekanntestes Werk schuf.
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