Santa Maria, Katholische Kirche und Wallfahrtskirche in Rivotorto, Assisi, Italien
Das Heiligtum von Rivotorto ist eine Kirche mit einer dreigeteilten rosafarbenen Steinfassade und reich verzierten Portalen, die sich einige Kilometer außerhalb von Assisi befindet. Im Inneren zeigen Mosaiken Szenen aus dem Leben des heiligen Franziskus und der frühen Klostergemeinschaft, die sich hier versammelte.
Um 1208 lebten Franz von Assisi und seine Gefährten, darunter Bernhard von Quintavalle und Pietro Catanii, in einer verfallenen Hütte, bevor sie zur Portiuncula zogen. Ab 1455 war die Messe in einer Kapelle erlaubt, im frühen 17. Jahrhundert entstand eine größere Kirche mit Klostergebäuden. Ein Erdbeben zerstörte sie 1854; von 1860 bis 1880 wurde eine neugotische Kirche mit Glockenturm errichtet, und 1926 wurde die Heilige Hütte im Innern auf ihre ursprüngliche Einfachheit zurückgebaut.
An den Innenwänden des Heiligtums befinden sich Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, die Szenen aus dem Leben der frühen franziskanischen Gemeinschaft zeigen. Diese Werke vermitteln Besuchern einen visuellen Eindruck davon, wie das religiöse Leben an diesem Ort vor Jahrhunderten ausgesehen hat.
Das Heiligtum liegt außerhalb des Stadtzentrums von Assisi und ist sowohl mit dem Bus als auch zu Fuß vom Bahnhof aus erreichbar. Es empfiehlt sich, etwas mehr Zeit einzuplanen, um auch die Umgebung in Ruhe zu erkunden.
Die Steinhütte liegt nicht unter der Kirche, sondern in ihrem Inneren; sie wurde im neugotischen Bau von 1860–1880 rekonstruiert und 1926 auf ihre ursprüngliche Einfachheit zurückgebaut. Die erste Unterkunft der Brüder war eine verfallene Hütte in einsamer, damals schwerer erreichbarer Landschaft als das heutige Heiligtum.
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