Torri Di Vittorio, Wohnpalast im Stadtteil Pietra Alta, Turin, Italien.
Die Torri Di Vittorio sind ein Paar aneinandergebauter Wohntürme von etwa 70 Metern Höhe, die zu den höchsten Gebäuden Turins zählen, im Viertel Pietra Alta. Der Komplex besteht aus zwei Doppelmodulen von Türmen mit 21 Geschossen, die von einem Hängedach mit zwei großen Werbeschildern bekrönt werden. Er steht auf dem ehemaligen Gelände der Nordmaut, im Dreieck zwischen corso Vercelli, corso Giulio Cesare und via Stefano Tempia, wo die Autobahn A4 Turin-Mailand endet.
Die Türme wurden von der Stadt Turin in Auftrag gegeben und 1980 von der Giuseppe-Di-Vittorio-Genossenschaft nach einem Entwurf der Cooperativa Polithema errichtet. Sie entstanden auf dem Gelände des ehemaligen dazio nord, der nördlichen Zollschranke, und beherbergten Zuwanderer aus Süditalien, die in der Stadt Arbeit suchten. Die Anlage war eines der größten öffentlichen Wohnungsbauprojekte der Turiner Stadterweiterung der Nachkriegszeit.
Die Türme sind Ausdruck der Expansion Turins in den 1980er Jahren, als viele Menschen aus dem Süden Italiens hierherzogen und neue Wohnräume brauchten. Sie prägen das Stadtbild des Viertels bis heute und zeigen, wie die Stadt damals wuchs.
Der Komplex liegt an der Ecke mehrerer Hauptstraßen und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Da es sich um ein Wohngebäude handelt, ist ein Besuch von innen normalerweise nicht möglich, aber die Außenansicht ist vom Straßenniveau deutlich sichtbar.
Während der Winterolympiade 2006 wurden die Türme abends in den Farben Gelb und Blau beleuchtet, um Turins Stadtfarben zu zeigen. Diese temporäre Beleuchtung machte sie zu einem erkennbaren Merkmal des Stadtbildes während des Sportereignisses.
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