Villa Di Negro Rosazza dello Scoglietto, Neoklassizistische Villa in San Teodoro, Genua, Italien.
Die Villa Di Negro Rosazza dello Scoglietto ist eine Villa aus dem 16. Jahrhundert im Genueser Viertel San Teodoro, die 1787 vom Architekten Emanuele Andrea Tagliafichi mit einer klassizistischen Fassade mit Giebel und Putten von Nicolò Stefano Traverso umgestaltet wurde. Ihr unregelmäßiger U-förmiger Grundriss führt zu einer untypischen Raumverteilung mit nicht zentralem Atrium. Im Inneren erhalten sind Schieferportale des 16. Jahrhunderts und ein Gewölbe des zentralen Saals mit Fresken zu den Feldzügen des Dogen Ambrogio Di Negro gegen die Korsen sowie Stuck und Vergoldungen des 18. Jahrhunderts.
Das Anwesen wurde 1565 für Doge Ambrogio Di Negro erbaut und erhielt 1787 eine umfassende klassizistische Umgestaltung durch Architekt Emanuele Andrea Tagliafichi. Diese Renovierung veränderte das Erscheinungsbild grundlegend und gab ihm seine heutige neoklassische Gestalt.
Der Name „dello Scoglietto“ stammt von dem Hügel westlich von Genua, an dessen Fuß die Villa errichtet wurde. Im Piano nobile ist ein Gewölbe mit Fresken zu den Feldzügen des Dogen Ambrogio Di Negro gegen die Korsen erhalten, andere Räume zeigen Groteskendekorationen. Der 2015 restaurierte Park auf der Hügelseite ist öffentlich zugänglich.
Die Villa ist leicht über die Metrostation Di Negro zu erreichen, wobei der Park über die Via Venezia zugänglich ist. Besucher können die Grünflächen erkunden, wobei flaches Gelände in den unteren Bereichen und Treppen zu den höheren Terrassen vorhanden sind.
Das Nymphäum auf Höhe des Piano nobile ist mit polychromen Mosaiken aus verschiedenen Materialien geschmückt, ein leicht zu übersehendes Detail beim Durchqueren des Hofes. Die ursprüngliche Anlage der Villa mit ihren Terrassen zum Meer ist in Zeichnungen von Martin-Pierre Gauthier festgehalten, da die Eisenbahn diese Terrassen im 19. Jahrhundert beseitigte.
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