Santa Maria Nascente church, Moderne Kirche im QT8-Viertel, Mailand, Italien.
Santa Maria Nascente ist eine Kirche im Mailänder Viertel QT8, erbaut 1953–1955 nach Plänen von Vico Magistretti mit Mario Tedeschi. Ihr kreisförmiger Grundriss entsteht aus zwei exzentrischen Kreisen: einer Innenwand und einem umlaufenden Portikus. Sechzehn Sichtbetonpfeiler tragen ein Ziegeldach mit radialen Balken; Backsteinmauern und geschwungene Nussbaumpaneele kleiden das Matroneum. Eine freistehende runde Baptisteriumskapelle befindet sich links.
Die Kirche wurde von Vico Magistretti mit Mario Tedeschi entworfen, die 1946 den Wettbewerb für eine Kirche im neuen QT8-Viertel gewannen, dem ersten Wohnungsexperiment der Nachkriegstriennale. Der Bau begann 1953 und endete 1955; die Kirche wurde am 5. Juni 1955 eröffnet und am 30. Mai 1980 von Kardinal Carlo Maria Martini geweiht. Zwischen 2007 und 2008 folgte eine konservierende Restaurierung.
Die Kirche verkörpert einen Umbruch im religiösen Denken der Nachkriegszeit durch ihre moderne Formensprache, die Gläubige zu neuer Spiritualität einlädt. Der kreisförmige Raum schafft eine intime Begegnung mit dem Sakralen, fern von der Distanz traditioneller Kathedralarchitektur.
Die Kirche liegt inmitten eines Wohngebiets und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, was einen Besuch ohne Auto möglich macht. Die Öffnungszeiten sind regelmäßig und richten sich nach den Gottesdiensten, also sollte man vorab informieren, wenn man außerhalb dieser Zeiten hineingehen möchte.
Der runde Grundriss der Kirche beruht auf zwei gegeneinander versetzten exzentrischen Kreisen, die den Gottesdraum und den umlaufenden Portikus begrenzen. Sechzehn sichtbare Stahlbetonstützen tragen das Ziegeldach, ein durchlaufendes Bandfenster trennt Wände und Dach. Die ebenfalls runde Baptisteriumskapelle steht frei neben dem Kirchenbau und hat eine Kupferdeckung.
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