Cavalcavia Monte Ceneri-Serra, Hochstraße im Nordwesten von Mailand, Italien.
Der Cavalcavia Monte Ceneri-Serra ist ein erhöhter Weg im Nordwesten Milands und verbindet zwei wichtige Straßenachsen der Stadt. Die Konstruktion erstreckt sich über 1800 Meter und besteht aus zwei Viadukten, die über bestehende Straßen führen und zum Ponte della Ghisolfa anschließen.
Zwischen 1959 und 1965 nach einem Entwurf des Ingenieurs Silvano Zorzi unter Mitarbeit von Giorgio Macchi errichtet und von der Firma Angelo Farsura ausgeführt, wurde das Bauwerk in Etappen eröffnet: Der erste Abschnitt, die Überführung des Viale Renato Serra über die Kreuzung mit Scarampo und De Gasperi, ging im April 1961 für den Verkehr frei. Schon damals wurde das Verbot für Schwerfahrzeuge, das einen schlankeren Überbau ermöglichte, als Bevorzugung der Ästhetik gegenüber der Funktionalität kritisiert. Der Plan, die Hochstraße auf den gesamten Außenring auszudehnen, wurde nur auf dem angrenzenden Abschnitt des Viale Monte Ceneri verwirklicht und wegen schwerer Probleme der städtebaulichen Einfügung gestoppt.
Der Querschnitt des Überbaus wird zu den Rändern hin dünner, sodass das Viadukt von der Straße aus als schmales, durchgehendes Band über den Alleen erscheint. Die schlanken zentralen Pfeiler waren Absicht: Um einen filigranen Querschnitt zu erhalten, wurde der Schwerverkehr gesperrt – ein schon damals kritisierter Vorrang der Ästhetik vor der Funktion.
Die Hochstraße beginnt an der Piazza Stuparich und verläuft nordostwärts entlang des äußeren Rings. Der erste, 350 m lange Abschnitt überquert den Viale Scarampo, die städtische Zufahrt der Autostrada dei Laghi; der zweite, rund 1 km lange folgt dem Viale Serra und dem Viale Monte Ceneri bis zur Ponte della Ghisolfa. Für Schwerfahrzeuge ist die Hochstraße gesperrt.
Schwere Fahrzeuge waren auf der Hochstraße von Anfang an verboten, damit der Überbau schlanker ausfiel; schon damals wurde kritisiert, dass die Ästhetik Vorrang vor der Funktionalität erhielt. Die Dicke des Überbaus nimmt zu den Außenrändern hin ab, weshalb das Bauwerk wie ein dünnes, durchgehendes Band wirkt.
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