Santa Maria Rossa in Crescenzago Church, Romanische Kirche in Crescenzago, Mailand, Italien
Santa Maria Rossa ist ein romanisches Gotteshaus in Crescenzago mit Backsteinfassade und dreischiffigem Inneres, das von acht großen Säulen getragen wird. Der Bau zeigt typische Merkmale der früh-romanischen Architektur dieser Region mit seiner flachen Giebelstruktur und sichtbaren Ziegelwerk.
Der Bau begann 1140 als Umwandlung einer bestehenden Kapelle, die der Jungfrau Maria geweiht war. Über die Jahrhunderte erfuhr das Gebäude mehrere bauliche Veränderungen, die sein heutiges Aussehen prägten.
Das Gotteshaus zeigt an seinen Wänden ursprüngliche Fresken aus romanischer Zeit, auf denen das Agnus Dei und betende Engel dargestellt sind. Diese Bilder prägen bis heute das Aussehen des Mittelschiffs und erinnern an die künstlerische Tradition des Mittelalters.
Das Gotteshaus folgt dem Ambrosianischen Ritus und bietet regelmäßige Gottesdienste an, mit besonderen Zeremonien während der Weihnachtszeit ab Mitte November. Besucher sollten sich auf die Öffnungszeiten vor der Anreise erkundigen und die geltenden Verhaltensweisen während der Gebetszeiten respektieren.
1322 verbrachte Matteo Visconti, der Herrscher Mailands, Zeit im Rektoratshaus des Gotteshauses, nachdem er vom Papst exkommuniziert worden war. Er wurde später auch dort begraben, was dem Ort eine bedeutende Verbindung zur Geschichte Mailands gab.
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