Sogenannter Palast Theoderichs, Ostgotischer Palastüberreste neben Sant'Apollinare Nuovo, Ravenna, Italien
Der Palast des Theodor ist eine Ruine mit Überresten von Böden, Wänden und Mosaiken aus der frühen Neuzeit, die unmittelbar neben der Kirche Sant'Apollinare Nuovo liegt. Besucher können erhaltene Mosaikfragmente sowohl auf Bodenniveau als auch in einem oberen Ausstellungsbereich sehen, wo eine Wendeltreppe die zwei Ebenen verbindet.
Das Gebäude entstand im frühen 6. Jahrhundert als Residenz des Ostgotenkönigs Theodor des Großen, dessen Name auf gefundenen Bleirohren eingraviert war. Nach dem Zusammenbruch des Ostgotenreiches wurde der Ort über Jahrhunderte überbaut und vergessen, bis Ausgrabungen zwischen 1907 und 1911 seine Überreste wieder zum Vorschein brachten.
Der Palast zeigt, wie sich römische und gotische Baustile in dieser Zeit vermischten und prägte das Erscheinungsbild der Stadt nachhaltig. Die sichtbaren Mosaiken und Strukturen erzählen von einem Ort, an dem zwei Welten aufeinandertrafen.
Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur Sant'Apollinare Nuovo-Kirche, was Besuchern die Besichtigung beider Stätten an einem Tag ermöglicht. Die Ruine ist relativ überschaubar, daher benötigt man nicht viel Zeit für einen Besuch und kann diesen leicht in einen längeren Stadtbummel durch Ravenna integrieren.
Mehrere Säulen aus dem ursprünglichen Gebäude wurden nach Aachen transportiert und in der Pfalzkapelle Karls des Großen eingebaut, wo einige später von Napoleon nach Paris gebracht wurden. Diese Säulen sind heute verteilt auf verschiedene europäische Orte und gehören zu den wenigen physischen Überresten, die die Bedeutung dieses Palastes über die Jahrhunderte hinweg bewahrt haben.
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