Basilica di Santa Maria di Campagna, Basilika minor in Piacenza, Italien.
Die Basilika Santa Maria di Campagna ist eine Renaissancekirche an der Piazza delle Crociate nahe der Stadtmauer von Piacenza. Alessio Tramellos ab 1522 errichteter Entwurf sah einen griechischen Kreuzgrundriss vor, den Lotario Tomba 1791 in ein umgekehrtes lateinisches Kreuz mit verlängertem Presbyteriumsarm und Chor umwandelte. Über der Vierung liegt eine achteckige Kuppel; den Marmorboden legte 1595 der Mailänder Giambattista Carrà.
Die Kirche ersetzte das kleine Oratorium Santa Maria in Campagnola, das ab 1030 belegt ist. Am 3. April 1522 schlossen die Fabbricieri einen Vertrag mit dem Architekten Alessio Tramello aus Piacenza, und Kardinal Scaramuccia Trivulzio legte am 13. April den Grundstein; der Bau war in sechs Jahren vollendet. 1791 verlängerte Lotario Tomba den Presbyteriumsarm, wodurch aus dem griechischen ein lateinisches Kreuz wurde.
Der Name stammt vom früheren Heiligtum Santa Maria in Campagnola, das frei auf dem Land stand. Der Pordenone bemalte zwischen 1530 und 1535 die Kuppel und die Katharinenkapelle im Auftrag von Caterina Scotti und Francesco Paveri Fontana; sein Schüler Bernardino Gatti, genannt il Sojaro, vollendete die Kapelle ab 1543 mit den Aposteln an den Pilastern, den Mariengeschichten in der Trommel und den vier Evangelisten in den Zwickeln.
Die Kirche liegt an der Piazzale delle Crociate, unmittelbar an der Stadtmauer von Piacenza, und wird von diesem Platz durch die Fassade betreten. Der Innenraum ist ein Saal unter der achteckigen Kuppel, sodass die Fresken Pordenones in der Kuppel und in der Katharinenkapelle von Schiff aus zu sehen sind; der Stuck Ranuccios I. Farnese von Francesco Mochi sitzt auf einer Konsole an einem der Kuppelpfeiler. Der Anbau von 1791 nach Plänen Lotario Tombas fügte den Presbyteriumsarm und den Chor hinter dem Hochaltar hinzu.
Die hölzerne Madonna mit Kind stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist älter als die Renaissancekirche um sie herum. Der Überlieferung nach verkündete Papst Urban II. hier 1095 den Ersten Kreuzzug; darauf verweist der Name des vorgelagerten Platzes, Piazzale delle Crociate.
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