Solfara Gessolungo, Schwefelmine in Caltanissetta, Italien
Die Gessolungo-Schwefelmine ist eine ehemalige Bergbauanlage in der Imera-Tal-Region, die sich über mehrere Schächte und unterirdische Kammern erstreckt. Die Mine verfügte über ein Netzwerk von Stollen, in denen Arbeiter das Erz abbauten und verarbeiteten.
Die Mine wurde 1839 gegründet und entwickelte sich zu einer der größten Schwefelgewinnungsanlagen Siziliens unter der Kontrolle des Barons Giuseppe Calafato. Ein verheerendes Unglück im November 1881 forderte 65 Todesopfer, darunter 19 Kinderarbeiter, die durch eine Methanexplosion und den nachfolgenden Brand ums Leben kamen.
Die Mine wurde zum Thema des Liedes 'La zolfara', aufgenommen von Pietro Buttarelli 1958 und Ornella Vanoni 1959.
Der Standort ist heute zugänglich und die Ruinen zeigen noch die Struktur der früheren Bergbauanlage. In der Nähe liegt der Cimitero dei carusi, ein Friedhof, der an die jungen Arbeiter erinnert, die in der Mine tätig waren.
Die Mine war in Betrieb, bis sie 1986 geschlossen wurde, nachdem fast anderthalb Jahrhunderte kontinuierlicher Schwefelförderung. Der Ort spielte eine Rolle in der sizilianischen Popmusik, als das Lied 'La zolfara' in den späten 1950er Jahren bekannt wurde.
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