Villa Figini, Rationalistische Residenz in Mailand, Italien.
Villa Figini ist eine private Wohnvilla im Mailänder Viertel Villaggio dei Giornalisti, gebaut im Stil des Rationalismus. Das weiße Gebäude ruht auf Betonstützen und zeigt lange horizontale Fensterbänder sowie Terrassen auf mehreren Ebenen.
Das Haus wurde von Architekt Luigi Figini zwischen 1934 und 1935 als eigenes Wohnprojekt errichtet. Es war als konkretes Beispiel gedacht, wie die Grundsätze der modernen europäischen Architektur in einem privaten Wohnhaus in Italien umgesetzt werden können.
Das Gebäude zeigt, wie moderne italienische Architektur alltägliche Wohnräume neu gestaltete, indem es Funktionalität mit offenen Grundrissen verband. Die Verbindung zwischen innen und außen war hier ein bewusstes Designprinzip, das die Lebensqualität der Bewohner verbesserte.
Das Gebäude kann von der Straße aus besichtigt werden, ist jedoch ein Privathaus und von innen nicht zugänglich. Das Viertel Villaggio dei Giornalisti lässt sich gut zu Fuß erkunden, und die Fassade ist am besten bei Tageslicht zu erkennen.
Die Villa ist auf Stelzen gebaut, sodass das Erdgeschoss offen bleibt und einen überdachten Außenbereich darunter schafft. Dieses Prinzip, das auf den Ideen von Le Corbusier basiert, war in der damaligen italienischen Wohnarchitektur noch kaum verbreitet.
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