Santa Maria della Stella, katholisches Heiligtum in Militello in Val di Catania, Italien
Santa Maria della Stella ist eine barocke Pfarrkirche und ein Marienheiligtum an der Via Porta della Terra in Militello in Val di Catania. Ihre drei Schiffe werden von Pfeilern getrennt, eine Bauweise zum Schutz gegen Erdbeben. Die geschnitzte Fassade von Giuseppe Ferrara erhebt sich über einer szenografischen Freitreppe, daneben ein 1773 begonnener, unvollendeter Glockenturm, der nach zwei Geschossen endet.
Die Kirche Santa Maria della Stella ersetzte einen gleichnamigen Vorgängerbau, der beim Erdbeben im Val di Noto 1693 zerstört wurde; die Pfarre zog zunächst in San Pietro, dann in Sant'Antonio di Padova und Sant'Antonio Abate. Der heutige Bau wurde ab 1722 am Standort von Sant'Antonio Abate errichtet und 1741 für den Gottesdienst geöffnet, mit einer Fassade von Giuseppe Ferrara da Palazzolo Acreide. Am 6. September 1925 weihte Bischof Giovanni Jacono von Caltanissetta sie; am 11. Oktober 1969 erhob ein Dekret von Bischof Carmelo Canzonieri sie zum Heiligtum.
Die Madonna della Stella ist die Hauptpatronin von Militello; ihr Bildnis wurde am 8. September 1954 vom Vatikanischen Kapitel mit einer goldenen Krone gekrönt, 1984 wurde ihr die Stadt feierlich übergeben. Eine in den 1980er Jahren von Giuseppe Pagnano entworfene Kapelle birgt das Bild; ihre Marmortüren tragen zwei Bronzeengel von Emilio Greco. Am 8. September 2024 übergab der Bürgermeister ihr die Stadtschlüssel.
Die Kirche steht an der Via Porta della Terra am Ende einer Freitreppe, daneben der unvollendete Glockenturm. Der Innenraum ist durch Pfeiler in drei Schiffe geteilt; die glasierte Terrakotta-Krippe von della Robbia befindet sich im vierten Joch rechts, das Portal von 1506 links. Das Heiligtum ist eine aktive Pfarrei, daher sollte der Besuch außerhalb der Gottesdienste liegen.
Die glasierte Terrakotta-Krippe von Andrea della Robbia wurde im Juni 1487 von Antonio Piero Barresi, Herr von Militello, für die frühere Kirche gekauft; sie kostete 101 Florin, davon 31 für den Transport vom Hafen Livorno durch die Compagnia Strozzi. Suchen Sie die Spruchbänder der Engel, „Nuntio vobis gaudium magnum“ und „Gloria in excelsis Deo“, sowie die Spuren des geschwärzten Goldes, das einst die ganze Tafel überzog.
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