San Nicolò e Santissimo Salvatore, Barockkirche in Militello in Val di Catania, Italien.
San Nicolò e Santissimo Salvatore ist eine barocke Kirche in Militello in Val di Catania mit reich verzierten Innenräumen. Das Gebäude besteht aus einem Mittelschiff, das von mehreren Kapellen flankiert wird, wobei Marmor und aufwändige Stuckarbeiten die Wände und Altäre schmücken.
Der Grundstein wurde am 6. Dezember 1721 gelegt, 28 Jahre nachdem das Erdbeben im Val di Noto von 1693 die frühere Mutterkirche San Nicolò il Vecchio zerstört hatte. Girolamo Palazzotto entwarf nur die erste Fassadenordnung, die 1750 fertiggestellt wurde; Francesco Battaglia fügte 1765 die zweite Ordnung und den Glockenturm mit Kuppel im orientalischen Stil hinzu. 1740 wurde die Kirche für den Gottesdienst geöffnet, und Ende des 19. Jahrhunderts kamen Querschiff und Apsis hinzu.
Die Kirche bewahrt Werke aus dem zerstörten San Nicolò il Vecchio, darunter einen Marmoraltar des 17. Jahrhunderts in der Cappella di Santa Rita und den alten Hochaltar, der für das Hauptportal wiederverwendet wurde. Die Kapellen wechselten ihre Patrone: Aus Sant'Andrea wurde San Gerardo Maiella, dessen Leben Giuseppe Barone 1921 malte.
Die Fassade liegt zur Straße hin, mit dem Mittelportal zwischen den Doppelsäulen; die beiden Seitenportale heißen del sole und della luna. Der Innenraum ist ein lateinisches Kreuz mit drei Schiffen auf zwölf ionischen Pfeilern, für die Seitenschiffe sollte man Zeit einplanen. Nach dem Erdbeben von Santa Lucia 1990 wurde die Kirche langwierigen Arbeiten zur strukturellen Festigung und Restaurierung unterzogen.
Die 1904 auf einen hohen, mit Fenstern versehenen Tambour aufgesetzte Kuppel war das erste Stahlbetonbauwerk Ostsiziliens und ist 30 Meter hoch. Ihr Modell erhielt den ersten Preis auf der Pariser Weltausstellung 1900.
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