Mausoleum of the Conocchia, Römisches Mausoleum in Curti, Italien.
Das Mausoleum der Conocchia ist ein römisches Grabmal mit elf Nischen, die zur Aufbewahrung von Urnen bestimmt waren, und verfügt über einen kubischen Sockel mit einer gewölbten mittleren Struktur und einem tholosartigen Dach. Die beiden Ebenen sind deutlich sichtbar und zeigen die handwerkliche Kunst seiner ursprünglichen Erbauer.
Das Denkmal stammt aus der Römerzeit und wurde später während der Herrschaft von Ferdinand IV. von Bourbon umfassend restauriert. Der Architekt Carlo Vanvitelli überarbeitete Teile der ursprünglichen Struktur und bewahrte gleichzeitig seinen römischen Charakter.
Die lokale Tradition verbindet diesen Ort mit Flavia Domitilla, einer Nichte des Kaisers Vespasian, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt wurde und hier beigesetzt worden sein soll. Dieser Glaube hat den Ort über Jahrhunderte hinweg für Besucher bedeutsam gemacht.
Das Denkmal befindet sich neben der antiken Via Appia, einer der wichtigsten Straßen des alten Rom, und ist relativ leicht zu lokalisieren. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da die Umgebung ländlich ist und der Weg dorthin über offenes Gelände führt.
Das Mausoleum verdankt seinen Namen seiner Ähnlichkeit mit einer conocchia, einem traditionellen Spinnwerkzeug, das in der Textilherstellung verwendet wurde. Diese ungewöhnliche Namenswahl spiegelt wider, wie römische Grabdenkmäler Teil des alltäglichen Lebens der lokalen Bevölkerung waren.
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