Palazzo Archinto, Barockpalast nahe Porta Ticinese, Mailand, Italien
Der Palazzo Archinto in der Via Olmetto 6 hat eine schlichte Fassade mit dreizehn Öffnungen: im Erdgeschoss ein Portal mit Rustikaspalten von Carlo Amati, im Piano nobile Fenster mit flachen, von Löwenmasken getragenen Profilen und im zweiten Stock einfache Rahmen. Die Fresken von Bigari, Lanzani, Chiarini, Orlandi und Tiepolo gingen 1943 bei alliierten Bombenangriffen verloren; Luigi Dodi baute den Palast zwischen 1955 und 1967 in den alten Formen wieder auf. Erhalten blieb der säulenumstandene Hof zum Garten.
Der Palast stammt aus dem 16. Jahrhundert, als er den Familien Dal Conte und dann Visconti gehörte. Im 17. Jahrhundert beauftragte Filippo Archinto, erster Markgraf von Parona, Francesco Maria Richini mit dem Umbau, und seine Familie bewohnte ihn von 1671 bis 1825. Von Giuseppe Archinto an Giuseppe Tirelli verkauft, 1827 aufgeteilt, 1853 von der Amministrazione dei Luoghi Pii Elemosinieri erworben, wurde er nach der Zerstörung durch alliierte Bomben 1943 zwischen 1955 und 1967 von Luigi Dodi wiederaufgebaut.
Der Name des Palastes stammt von der Familie Archinto, die ihn von 1671 bis 1825 bewohnte; Carlo Archinto (1734-1804) hinterließ ihn dem Sohn seines Cousins Giuseppe, sechster Marquis von Parona, der ihn 1825 verkaufte, um seinen neuen Palast in der Via Passione zu finanzieren. Die 1943 verlorenen Originalfresken wurden im Laufe der Jahre von Vittorio Maria Bigari, Andrea Lanzani, Marcantonio Chiarini, Stefano Orlandi und Giambattista Tiepolo gemalt.
Der Palast befindet sich in der Nähe von Porta Ticinese und gehört jetzt einer sozialen Institution. Um das Innere zu besichtigen, sollte man sich vorher erkundigen, da der Zugang eingeschränkt sein kann.
Der Palast war bis zu den alliierten Bombenangriffen von 1943, die ihn fast vollständig zerstörten, eines der besten Beispiele des lombardischen Barock. Der Architekt Luigi Dodi baute ihn zwischen 1955 und 1967 in den alten Formen wieder auf; die ursprünglichen Fresken, die im Laufe der Jahre Vittorio Maria Bigari, Andrea Lanzani, Marcantonio Chiarini, Stefano Orlandi und Giambattista Tiepolo geschaffen hatten, gingen unwiederbringlich verloren.
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