Straßensperre Ponale, Militärfestung am Gardasee, Italien.
Die Straßensperre Ponale ist eine ehemalige österreichisch-ungarische Straßensperre am dritten Tunnel der Ponalestraße auf etwa 150 m s.l.m. Ihre Gänge und Schießscharten sind in den nackten Fels der Rocchetta gesprengt und reichen vom Seeufer bis etwa 80 Meter über das Straßenniveau.
Der erste Vorschlag für eine Sperre an der Ponalestraße stammt von 1859: August von Degenfeld-Schonburg plante eine Feldkanonenstellung. Eine gemauerte Batterie für vier Geschütze wurde errichtet und am 25. Juli 1866 nach der österreichischen Niederlage bei Bezzecca gesprengt. Im April 1904 ordnete das Reichskriegsministerium eine Infanteriekasematte an, ab 1910 verlagerte sich der Bau fast vollständig unter Tage.
Die Festung zeigt, wie Soldaten im frühen 20. Jahrhundert unter Druck lebten und arbeiteten, mit Küchen und Unterkünften tief im Berg. Der Ort vermittelt ein Gefühl dafür, wie der Alltag dieser Männer aussah, wenn sie den See bewachten.
Der sichtbare Teil liegt am dritten Tunnel der Ponalestraße auf etwa 150 m Meereshöhe, in den Fels der Rocchetta gesprengt und rund 80 m über dem Straßenniveau. Die Anlage erstreckt sich auf beiden Straßenseiten, daher sind steiler, unebener Boden und unterirdische Gänge zu erwarten. Festes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind nützlich; die Straße ist schmal und kurvig.
Die Sperre entstand nicht in einem Zug: Der erste Vorschlag stammt von 1859, als August von Degenfeld-Schonburg eine Feldkanonenstellung an der Ponalestraße anregte. Die dort errichtete Batterie wurde am 25. Juli 1866 nach der Niederlage bei Bezzecca von österreichischen Truppen gesprengt; der heutige Bau wurde erst im April 1904 angeordnet.
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