Villa Giulia, Neoklassizistische Villa am Lago Maggiore in Pallanza, Italien.
Die Villa Giulia ist eine neoklassizistische Villa an der Uferpromenade des Lago Maggiore in Pallanza, die sich über mehrere Ebenen erstreckt und von Säulen an jeder Etage geprägt wird. Ein englischer Garten mit Wasserzugang verbindet das Gebäude mit dem See und schafft eine harmonische Verbindung zwischen Architektur und Natur.
Bernardino Branca ließ auf einem Grundstück in Castagnola drei kleine Villen errichten; die erste wurde 1848 an Marietta Sertoli und 1851 an den Schweizer General Guglielmo Müller verkauft. Giuseppe Branca erwarb sie um 1880, benannte sie nach seiner Frau Giulia und ließ das Gebäude 1882 abreißen und zehn Meter vorgeschoben neu aufbauen. Ab 1932 diente es als Kursaal-Casino.
Der Name Villa Giulia ehrt Giulia Villa, die Ehefrau von Giuseppe Branca, der das Anwesen um 1880 erwarb. Ab 1932 machte die CST daraus ein städtisches Casino namens Kursaal mit Tanzabenden im Park. Das Glücksspiel endete nach dem Zweiten Weltkrieg, doch die Villa blieb Ballsaal und Veranstaltungsort; seit 1996 nutzt die Gemeinde Verbania sie für Ausstellungen und Aufführungen.
Der Park ist öffentlich zugänglich, und die Villa steht an der Seepromenade von Pallanza. Das für Dampfschiffe gebaute Hafenbecken ist nur bei hohem Wasserstand nutzbar, und die künstlichen Grotten wurden 1959 entfernt. Das Gebäude wird von der Gemeinde für Ausstellungen und Aufführungen genutzt.
Die erste Stützmauer zum Lago Maggiore, von einer lokalen Firma errichtet, stürzte während einer Trockenheit im Jahr 1879 ein, weil ihre Fundamente auf instabilem Boden ruhten. Der Ingenieur Gallizia vom Mailänder Zivilingenieurkorps verankerte die Ersatzbauten in der Gesteinsschicht unter dem Oberboden. Reste der ursprünglichen Treppe treten bei Trockenheit noch heute zutage.
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