Hedschasbahn, Osmanische Eisenbahnlinie zwischen Damaskus und Medina, Jordanien und Syrien.
Die Hedschasbahn ist eine osmanische Eisenbahnlinie zwischen Damaskus und Medina in Jordanien und Syrien, die über etwa 1.300 Kilometer durch Wüstengelände verläuft. Entlang der Strecke finden sich alte Bahnhöfe, Brücken und Tunnel, die vom Umfang des ursprünglichen Projekts zeugen.
Sultan Abdülhamid II ließ die Bahn zwischen 1900 und 1908 errichten, um die Reisezeit von Damaskus nach Medina von 40 Tagen auf 5 Tage zu verkürzen. Angriffe während des Ersten Weltkriegs zerstörten Teile der Infrastruktur, und die Strecke wurde danach nie vollständig wiederhergestellt.
Muslimische Gemeinden aus aller Welt spendeten, um Pilgern den Weg nach Mekka zu erleichtern, und die Strecke verband religiöse Zentren durch die Wüste. Der Name Hedschas verweist auf die westliche Region der Arabischen Halbinsel, die das Ziel dieser Reisen war.
Mehrere Abschnitte der alten Gleise sind erhalten und können besucht werden, wobei einige Stationen Ausstellungen zu Technik und Betrieb zeigen. Die Zugänglichkeit variiert je nach Region, und es empfiehlt sich, lokale Hinweise zu beachten.
T.E. Lawrence und arabische Truppen griffen die Strecke während des Ersten Weltkriegs wiederholt an, und zahlreiche Brücken und Abschnitte wurden gesprengt. Einige dieser beschädigten Strukturen bleiben sichtbar und erinnern an die militärischen Ereignisse jener Zeit.
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