ʿAin Ghazal, Neolithische Ausgrabungsstätte nahe dem Zarqa-Fluss, Gouvernement Amman, Jordanien
Ayn Ghazal ist eine neolithische Siedlung in der Nähe des Zarqa-Flusses in der Provinz Amman, Jordanien. Die Fundstätte erstreckt sich über eine große Fläche in 720 Metern Höhe und enthält Überreste von rechteckigen Lehmziegelhäusern mit gemeinschaftlichen Wohnräumen.
Die Siedlung entstand um 7250 v.Chr. und wuchs von wenigen hundert Bewohnern auf etwa 3000 Einwohner heran, bevor sie um 6900 v.Chr. stark zurückging. Dieser dramatische Rückgang markiert einen Wendepunkt in der frühen Geschichte dieser Region.
Die Ausgrabungen brachten Kalksteinfiguren mit auffälligen Merkmalen ans Licht, darunter übergroße Köpfe mit markanten Augen, die mit schwarzem Pigment umrandet sind. Diese Statuen zeigen auch bemalte Kleidung und geben Einblicke in die künstlerischen Fähigkeiten der frühen Bewohner.
Der Ort ist leicht erreichbar und befindet sich auf relativ ebenerdigem Gelände, was ihn zugänglich macht. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe und Sonnenschutz mitzubringen, da die Ausgrabungen in einem offenen Bereich ohne viel Schatten liegen.
Die frühen Bewohner schufen einige der ältesten bekannten großformatigen Menschenstatuen aus Kalkputz über Pflanzenmaterial, die in speziellen Sammlungen vergraben wurden. Diese Figuren gehören zu den frühesten Beispielen monumentaler Kunstproduktion in der Menschheitsgeschichte.
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