Deir el-Qinn, Römisches Militärkastell im Gouvernement Mafraq, Jordanien.
Deir el-Qinn ist ein rechteckiger römischer Militärstützpunkt aus grob behauenem Basaltstein in der Wüste von Jordanien, etwa 73 mal 56 Meter groß. In der Mitte der Anlage liegt ein offener Hof, um den herum sich Räume und Zisternen gruppieren.
Römische Truppen richteten den Stützpunkt um 200 ein, um eine Handelsroute durch die syrische Wüste zu überwachen. Die Anlage blieb etwa ein Jahrhundert lang in Betrieb, bevor sie verlassen wurde und später von Mönchen genutzt wurde.
Der Name bezieht sich auf eine Klosternutzung nach dem Ende der römischen Militärzeit, als Mönche die verlassene Anlage übernahmen. Die gefundene nabatäische Keramik zeigt, dass Händler und Reisende hier Halt machten und Waren aus verschiedenen Teilen der Region zusammentrafen.
Das Fort liegt abgelegen und der Zugang ist nur mit einem geländetauglichen Fahrzeug und örtlicher Kenntnis möglich. Die Mauern und Zisternen sind sichtbar, aber es gibt keine Beschilderung oder moderne Einrichtungen vor Ort.
Ein großer Wasserspeicher außerhalb der Festungsmauern misst 55 mal 33,75 Meter und versorgte sowohl die Besatzung als auch durchreisende Karawanen. Die Steinkreuze im Inneren stammen aus der Zeit nach der militärischen Nutzung und belegen, dass Mönche hier gelebt haben.
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